1953 fusionierten zwei Landmaschinenhersteller zu Massey-Harris-Ferguson. Massey-Harris aus Kanada und Harry Ferguson Ltd. aus dem englischen London schlossen sich zusammen, um gemeinsam ihre Erfahrung bei der Konstruktion von Traktoren und Erntemaschinen zu nutzen, und wurden später zu einem der weltweit einflussreichsten Hersteller von Landmaschinen.
Ende 1957 entfiel der Name Harris aus dem Firmennamen, und so entstand Anfang 1958 die legendäre Marke MASSEY-FERGUSON als Hersteller von Landmaschinen. Ursprünglich wurde der Name abgekürzt, schließlich aber in seiner heutigen Form belassen.
Gegen Ende des Jahres 1957 hatte Massey-Ferguson bereits über 21.000 Mitarbeiter, und der Umsatz in Europa war um über 200 % gestiegen.
Die Expansion des Unternehmens wurde mit der Inbetriebnahme eines zentralen Ersatzteillagers bei Paris sowie der Erweiterung des Mähdrescherwerks in Deutschland fortgeführt. Zudem wurde in Großbritannien, Frankreich und Deutschland maßgeblich in Betriebsanlagen und Modernisierungen investiert.
1958 wurde der Ferguson FE 35 abgelöst vom MF 35 – in den damals neuen, heute vertrauten Farben rot und grau und mit dem neuen Dreieckslogo.
Einige Zeit später wurde die MF-Produktreihe um den Traktor MF 65 erweitert. Laut der damaligen Werbekampagne stand jedem „mit dem 35 und dem 65 zusammen 100 % Ferguson“ zur Verfügung.
Massey Ferguson erzielte in den späten 1950er Jahren frühe Erfolge und wurde bald zu einer Ikone der Agrarwelt.
Im Januar 1958 war Sir Edmund Hillary der erste Mensch, der den Südpol mit Fahrzeugen bereiste. Dazu verwendete er drei umgebaute FE 35-Benzintraktoren! In seinem Telegramm aus der Antarktis schrieb Sir Edmund Hillary:
„Trotz ungünstiger Bedingungen mit weichem Schnee und großen Höhen, schlugen sich unsere Ferguson-Traktoren prächtig, und letztendlich hat erst ihre extreme Zuverlässigkeit unsere Expedition zum Südpol ermöglicht.“
Später im Jahr 1958 erreichten die entsprechenden Verkäufe ein Rekordhoch.
Massey Ferguson beschäftigte mittlerweile über 23.000 Mitarbeiter, und 90 % aller selbstfahrenden Mähdrescher in Großbritannien trugen das Markenzeichen von MF. Der neue Markenname und das Markenzeichen waren sehr gut angenommen worden und wurden bereits weltweit eingesetzt.
Mit durchschnittlich nahezu 30.000 Mitarbeitern konnte Massey Ferguson eine Reihe erfolgreicher Errungenschaften verzeichnen und damit das Betriebsvermögen steigern.
F. Im April wurde der Dieselmotorhersteller Perkins Limited, danach im August die Standard Motor Company Limited aufgekauft. Zu letzterer gehörte auch die Traktoranlage in der Banner Lane im englischen Coventry.
Im Verlauf des Jahres 1959 wurde in der Hauptniederlassung Coventry im Rahmen einer Umstrukturierung eine zentrale Konzernleitung für Großbritannien und Nordirland eingerichtet.
Das Produktportfolio von Massey Ferguson wurde in diesem Jahr um über 60 neue Modelle erweitert. Vom Kommunaltraktor MF 65 bis zum selbstfahrenden oder gezogenen Mähdrescher MF 72 setzten diese frühen Jahre den Maßstab für die Marke MF.
Anfang der 60er Jahre sah die Zukunft für Massey Ferguson mehr als rosig aus.